Einzelbetreuung – Sicht eines Mitarbeiters

Als Bezugsbetreuer ist es mein Ziel, Berater und Unterstützer zu sein.Ich bin ansprechbar für alle möglichen Problembereiche.

Dann überlege ich mit dem Betreuten gemeinsam, wie sich Schwierigkeiten abmildern, lösen oder vielleicht sogar nutzen lassen.

Wichtig ist mir dabei, dass ich den Menschen, der vor mir sitzt, ernst nehme. Nicht ich bestimme, welchen Weg der Klient einschlagen soll, sondern ich helfe ihm, den für ihn am Besten geeigneten Weg zu finden. Manche Klienten brauchen bei der Umsetzung deutlich mehr Unterstützung, manche weniger.

Ziel ist es in jedem Fall, dabei zu helfen, nach und nach selbständiger zu werden, ohne jemandem zu überfordern. Die eigenen Fähigkeiten wieder trainieren oder gar neue Handlungsweisen zu erlernen, das ist aus meiner Sicht das, was einen Menschen, dem es nicht gut geht, am Besten hilft, wieder Zufriedenheit und Selbstvertrauen zu erlangen. Dabei helfe ich.
Ich höre zu, ich gebe Rückmeldungen, ich versuche, auf die positiven Aspekte hinzuweisen. Ich helfe bei Anträgen und sonstigen Behördenangelegenheiten. Ich begleite Klienten zum Arzt, spreche zusammen mit dem Klienten mit dessen Gesetzlichem Betreuer oder sonstigen Personen, die hilfreich für den Klienten da sind. Auch Gespräche mit Angehörigen sind möglich. Ich putze auch mal mit, ich gehe mit einkaufen, ich helfe beim Planen der Freizeit. Ich lache gerne mit Klienten und finde es völlig normal, wenn ein Klient auch mal richtig traurig ist.

Ich bewahre immer eine respektvolle Distanz, ich bin nicht der beste Kumpel, ich bin auch nicht der Allzeitverfügbare, aber ich bin zuverlässig da und halte Verabredungen ein.

Wenn ich mal keine guten Ideen habe, dann hole ich mir Ratschläge von meinen Teamkollegen. Ohnehin tausche ich mich mit meinen Kollegen regelmäßig aus, das brauche ich, um meine Arbeit reflektieren zu können.

Herbert Hindringer, Bezugsbetreuer in ViaOsdorf seit 2005